Der mutige Kampf um Gleichberechtigung ägyptischer Frauen

Solidarity action for Human Rights Activists in Egypt by Amnesty Germany – Berlin, 25.01.2014 Am dritten Jahrestag der ägyptischen „Revolution des 25. Januar“ wollten wir uns hinter die Ägypterinnen und Ägypter stellen, die sich unermüdlich für die Achtung der Menschenrechte stark machen. Unter dem Motto „Für Ägyptens Zukunft: Gewalt stoppen, Kritik zulassen.“ sendeten wir in Berlin mit einer bunten Demonstration ein Zeichen der Solidarität nach Ägypten. Nach der Auftaktkundgebung auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor mit Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International, und Hoda Salah, deutsch-ägyptische Publizistin und Frauenrechtsaktivistin, zog eine Demo mit 500 Nofreteten und einer Trommelgruppe zur Abschlussaktion vor die ägyptische Botschaft.

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Mit der arabischen Revolution haben viele Frauen die Hoffnung verknüpft, diskriminierende Wertevorstellungen und veraltete Frauenbilder in der ägyptischen Gesellschaft hinter sich zu lassen. Die Realität: Frauen sind im öffentlichen Leben zwar präsent, aber weiter deutlich unterrepräsentiert. Laut einer Studie der UN haben 99,3 Prozent der Ägypterinnen sexuelle Belästigung und Gewalt erlebt. Ägyptens Frauen setzen sich dagegen zur Wehr – mit viel Mut und Durchhaltevermögen kämpfen sie für ihre Menschenrechte. Was ist aus den geforderten Freiheiten der Tahir-Proteste, aus der Forderung nach Gleichheit zwischen Männern und Frauen, geworden? Wie können wir aus Europa diesen Kampf unterstützen? Darüber sprechen am 17. Dezember ab 19:00 Uhr an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Gyde Jensen, sowie Lina Brink von Amnesty International.